Das Farbrad

Warum sehen Blau und Gelb zusammen gut aus? Was macht Grün und Orange zu einem attraktiven Paar? Das Geheimnis, warum manche Farbkombinationen segeln und andere scheitern, liegt in der Farbtheorie - und diesem brillanten Werkzeug, dem Farbrad.

Das bei Designern und Künstlern beliebte Rad macht Farbbeziehungen leicht erkennbar, indem es das Spektrum in 12 Grundtöne unterteilt: drei Primärfarben, drei Sekundärfarben und sechs Tertiärfarben.

Primärfarben sind Rot, Blau und Gelb. Diese Farben sind rein - Sie können sie nicht aus anderen Farben erstellen, und alle anderen Farben werden daraus erstellt. Sekundärfarben sind Orange, Grün und Violett. Sie richten sich zwischen den Primärfarben des Farbkreises aus, da sie gebildet werden, wenn gleiche Teile zweier Primärfarben kombiniert werden. Tertiärfarben entstehen durch Mischen einer Primärfarbe mit einer Sekundärfarbe daneben im Farbkreis. Mit jeder Mischung - Primär mit Primär, dann Primär mit Sekundär - werden die resultierenden Farbtöne weniger lebendig, wie im gegenüberliegenden Farbkreis zu sehen ist.

So funktioniert das Farbrad

Verwenden des Farbrads zum Erstellen von Farbschemata

Mit dem Farbrad können Sie Farben mischen, um Paletten mit unterschiedlichem Kontrast zu erhalten. Vier gängige Arten von Farbschemata:

Monochromatisches Schema: Diese Ton-in-Ton-Kombinationen verwenden mehrere Schattierungen (Hinzufügen von Schwarz) und Farbtöne (Hinzufügen von Weiß) eines einzelnen Farbtons für eine subtile Palette. Denken Sie an Hellblau, Himmelblau und Marineblau.

Analoges Schema: Für einen etwas stärkeren Kontrast enthält eine analoge Palette Farben, die nebeneinander auf dem Rad zu finden sind, z. B. Orange, Gelb und Grün.

Kontrast: Eine Triade erzeugt eine abenteuerliche Palette, indem drei gleichmäßig auf dem Rad verteilte Farbtöne wie Blau-Grün, Rot-Violett und Gelb-Orange verwendet werden, um einen lebendigen Kontrast mit ausgewogenen Farben zu erzielen.

Ergänzungsschema: Dies ist das dynamischste und zugleich einfachste Farbschema. Die Verwendung von zwei Farbtönen, die sich im Farbkreis gegenüberliegen, wie z. B. Blau und Orange, verleiht jedem Raum Energie.

Farbe kann auch emotionale Reaktionen beeinflussen und eine Stimmung erzeugen. Grüns neigen zum Beispiel zur Beruhigung, während Gelb erhebend und energiegeladen ist. Mutige Rottöne sind leidenschaftlich und gewagt, aber zartes Rosa (ein Hauch von Rot) gilt als süß und zart. Blues werden als beruhigend und leise empfunden; Orangen sind warm und gemütlich; und lila, eine wirklich komplexe Farbe, kann als sexy oder spirituell angesehen werden. Farben gelten aufgrund der Assoziation als warm oder kalt. In unseren Köpfen vergleichen wir Rot-, Orangen- und Gelbtöne mit der Wärme von Sonne und Feuer. Blau, Grün und Veilchen sind cool, weil sie mit Wasser, Himmel und Laub in Verbindung stehen. Beim Erstellen einer Farbpalette sollte Ihr Schema niemals aus warmen oder kühlen Farben bestehen. Lassen Sie einen dominieren und bestimmen Sie den Gesamtton des Raumes, achten Sie jedoch darauf, kontrastreiche Elemente einzubeziehen.

Farbbegriffe

Analog: Nachbarn im Farbkreis

Chroma: Die Helligkeit oder Mattheit einer Farbe

Komplementär: Gegensätze im Farbkreis, die bei gemeinsamer Verwendung heller erscheinen (Beispiele: gelb und lila, rot und grün, blau und orange)

Neutral: Schwarz, Weiß, Braun und Grau

Sekundär: Eine Kombination aus gleichen Teilen zweier Primärfarben (Sekundärfarben sind Grün, Orange, Lila)

Schatten: Jede Farbe mit Schwarz hinzugefügt; bezieht sich auch auf geringfügige Abweichungen in einer Farbe

Primär: Reine Farben - Rot, Gelb und Blau - ergeben zusammen alle anderen Farben auf dem Rad

Split Complementary: Die Gruppierung einer Farbe mit den beiden Farbtönen analog zu ihrer Komplementärfarbe (zum Beispiel Gelb mit Rot-Violett und Blau-Violett)

Triade: Beliebige drei Farben, die im Farbkreis gleich verteilt sind. Eine davon hat normalerweise Vorrang in einem Farbschema (z. B. Gelb-Orange, Blau-Grün und Rot-Violett).

Tertiär: Eine Kombination aus gleichen Teilen einer Primär- und einer Sekundärfarbe

Farbton : Beliebige Farbe mit Weißzusatz

Ton: Die Intensität einer Farbe - der Grad ihrer Helligkeit oder Dunkelheit